Projekt "back 2 the roots" stellt sich vor!

Unsere technisierte Gesellschaft hat viele Erfordernisse aufgehoben, sie versorgt uns schnell und bequem. Auch Jugendliche wissen ohne ihr Handy oder andere elektronische Dinge oft nichts mit ihrer Zeit anzufangen. Wir möchten ein Zeichen setzten dass es auch ohne geht. Zusammen mit einem Outdoorexperten werden wir ein Projekt starten zum Thema „Back 2 the roots“ (zurück zu den Wurzeln) Wir verbringen drei Wochenenden im Wald ohne technische Ausrüstung. Ziel des Projektes ist es den Teilnehmern klar zu machen wie einfach wir in unserer technisierten Welt leben und sie mit der Natur zu konfrontieren. Kinder und Jugendliche treten immer weniger mit der Natur in Kontakt. Da wollen wir gegen halten.

 

Programm:

Die Wochenenden bieten ein Höchstmaß an Kommunikation, Verantwortung mit Erfolgserlebnissen und Nachhaltigkeit. Die Teilnehmer sammeln neue Erkenntnisse und nutzen diese auch im persönlichen Alltag. Die Tatsache, dass Kommunikation der wesentliche Faktor zum gedeihlichen Miteinander ist, wird deutlich. Gute Ideen, spannende Erlebnisse und kreatives Handelns führen unweigerlich zum Ziel. Es werden keine Informationen aus zweiter Hand präsentiert oder Langeweile durch Übertheoretisierung erzeugt, sondern authentische Busch - und Expeditionspraktiken aus meiner dreißigjährigen Outdoor - Erfahrung angewandt. Dieses Seminar ist nicht nur in Extremsituationen hilfreich. Die Erkenntnisse werden auch das tägliche Leben bereichern.

 

Ablauf:

Das Programm findet in unvertrauter aber angenehmer Natur statt und bietet viele positive Erfahrungen. Unter qualifizierter Anleitung werden Lösungen für die konstanten Basisbedürfnisse gefunden. Umgangsweisen werden revidiert. Neue Ideen werden umgesetzt und Gemeinsamkeiten werden festgestellt. Die Teilnehmer werden Kenntnisse über gruppendynamische Prozesse, Führung und Konfliktbewältigung erlangen und diese praktisch umsetzen. Sie erlernen die vorhandene Infrastruktur festzustellen und zu nutzen. Nachdem die Ernährung und die Unterbringung durch die Teilnehmer erarbeitet wurden, warten die nachfolgenden spektakulären Herausforderungen mit Kurzweil und Erlebnisfreude.

 

Ziele:

 

Durch gemeinsames erleben und gemeinsame Erlebnisfreude werden die Kommunikation und die Kooperation intensiviert. Loyalität und Motivation werden spürbar. Wir bieten und forcieren:

 

- Ein Outdoor - Trainingscamp, zivilisationsentrückt, in gesunder Umgebung.

- Nahes Naturerleben und mit - leben.

- Die Wahrnehmung der elementaren Bedürfnisse.

- Notwendiges Arbeiten mit ursprünglichen Materialien.

- Eigene Grenzen erfahren.

- Ziel - und zweckorientiertes Handeln.

- Kommunikationsbereitschaft steigern.

- Teamarbeit als erfolgreiche Multiplikation der Fähigkeiten.

- Die Gruppe als starker Leistungsträger und sozialer Verbund.

- Selbstwertgefühl aufgrund sozialer Akzeptanz.

- Selbstbewusstsein durch souveränes Denken und Handeln.

- Wille - Leistung - Erfolg - Honorierung.

 


Mit zu bringen ist folgendes:

- Schlafsack
- Isomatte
- hohe und feste Schuhe
- Wetterfeste Klamotten
- Ersatzsocken
- Eine Blechtasse
- Eine Wasserflasche (Plastik)
- ein paar Meter Paketschnur
- einen Rucksack

 

Das nächste "back 2 the roots" Wochenende findet am 06. - 07. Juli 2013 (ab 18) sowie am 27. - 28. Juli 2013 (ab 14) statt. Der Kostenbeitrag beläuft sich auf nur 30€ pro Person, pro Weekend.

 

 

 

 

Weitere Informationen bei tom.rosenstein@rdj.be oder 0486 03 55 04

 

 

 

 

Drei Jugendeinrichtungen präsentieren »Back 2 the roots«

Drei Survival-Wochenenden für Jugendliche mit Coach Tony Lennartz

Tom Rosenstein (links) und Tony Lennartz stellten im Raerener Jugendheim das Projekt »Back 2 the roots« vor.

Tom Rosenstein (links) und Tony Lennartz stellten im Raerener Jugendheim das Projekt »Back 2 the roots« vor.

Dass eine solche Überquerung eines Baches oder Flusses weit wenig spektakulär als angenommen und auch von durchaus unsportlichen Teilnehmern zu meistern ist, will Survival-Coach Tony Lennartz hiesigen Jugendlichen vermitteln. Trotzdem sollen die Wochenendangebote für Jugendliche nichts mit einem Dschungelcamp gemein haben. Angst einjagen steht nicht auf dem Programm, wohl aber das Vermitteln von Fertigkeiten, die auch im Alltag sinnvoll sind.

Dass eine solche Überquerung eines Baches oder Flusses weit wenig spektakulär als angenommen und auch von durchaus unsportlichen Teilnehmern zu meistern ist, will Survival-Coach Tony Lennartz hiesigen Jugendlichen vermitteln. Trotzdem sollen die Wochenendangebote für Jugendliche nichts mit einem Dschungelcamp gemein haben. Angst einjagen steht nicht auf dem Programm, wohl aber das Vermitteln von Fertigkeiten, die auch im Alltag sinnvoll sind.

 

Von Jürgen Heck

Raeren

Mit einem für ihr Zielpublikum völlig neuen Angebot - ein zweitägiges Survival-Trainingswochenende - warten die Jugendheime Raeren und Hauset sowie der Jugendtreff Hergenrath jetzt auf.

Bei entsprechendem Interesse soll das erste Wochenende noch in diesem Herbst (20. und 21. Oktober) über die Bühne gehen, die beiden anderen sollen dann 2013 folgen.

Im Vorgespräch beschrieb Tom Rosenstein, der hauptamtliche Animator des Jugendheims Raeren, welche zwei Faktoren dieses innovative Vorhaben möglich gemacht haben: zum einen ein Sonderzuschuss der Provinz Lüttich und zum anderen die Zusammenarbeit mit dem aus zahlreichen Fernsehsendungen bekannten Survival-Coach Tony Lennartz, der in der vergangenen Woche täglich mit einem - im Übrigen in Eynatten gedrehten - Survival-Camp für zickige junge Städterinnen im Pro 7-Boulevardmagazin »taff« zu sehen war. Lennartz wohnt bereits seit 24 Jahren in der Gemeinde Raeren.

 

Natur erfahren

 

Jetzt will Lennartz mit den drei hiesigen Einrichtungen der offenen Jugendarbeit zusammenarbeiten. Aus seiner eigenen Erfahrung als Rucksacktourist, den es regelmäßig in ferne Gefilde treibt, weiß Tom Rosenstein um die positive Erfahrungen, die naturnahes Freizeitverhalten mit sich bringt. Dem gegenüber steht die berufliche Erfahrung, dass viele Jugendliche heutzutage ohne ihre Handy oder andere elektronische Gadgets nur wenig mit ihrer Freizeit anzufangen wissen. »Wir möchten ein Zeichen setzen, dass es auch ohne geht«, heißt es in der Begründung des Projekts »Back 2 the roots«, bei dem Jugendlichen klar gemacht werden soll, wie »einfach« sie in ihrer technisierten Welt leben. Deshalb sollen sie mit dem Phänomen Natur konfrontiert werden. Während des Outdoor-Wochenendes sollen die Teilnehmer neue Erkenntnisse sammeln, die sich auch im persönlichen Alltag als nützlich erweisen können. Von Samstagsmorgen bis Sonntagabend sind sie - unter den wachsamen Augen von Tony Lennartz - vorrangig auf sich selbst, auf ihre Arme und Beine sowie grundlegende Hilfsmittel angewiesen, um ihre elementaren Bedürfnissen zu befriedigen: So gilt es unter anderem, ein Lager für die Nacht herzurichten, ein Lagerfeuer in Gang zu bekommen und Essen zuzubereiten.

 

Kein »Dschungelcamp«

 

Über die Aneignung von Fertigkeiten hinaus stehen auch Werte wie gemeinsames Erleben oder Verantwortung in der Gruppe übernehmen und Steigerung des Selbstwertgefühls quasi indirekt auf dem Programm.

Den Survival-Charakter will Tony Lennartz dabei nicht überbewertet wissen. Nach seiner Einschätzung sind auch unsportliche Jugendliche in der Lage, die Herausforderungen zu meistern. »Ich bringe den Teilnehmern, auch den Mädchen, näher, wie sie trockenen Fußes über einen Fluss kommen.« Das Wochenende hat demnach nichts mit einem »Dschungelcamp« zu tun und: »Es geht nicht darum, den Teilnehmern Angst einzujagen«, so Lennartz. Trotzdem soll es am zweiten Tag etwas spektakulärer zugehen. Rosenstein und Lennartz hoffen daher auf die Genehmigung, dass sich die Teilnehmer in der Sandgrube Flög an einer rund 20 Meter hohen Steilwand abseilen können, wofür ihnen allerdings bislang noch die ausdrückliche Zusage fehlt.

 

Weitere Informationen und Anmeldungen bei tom.rosenstein@rdj.be, Rufnummer 0486/035504 oder www.jugendheim-raeren.com.

Grenz Echo Artikel vom 22.09.2012